Trudel-Ulmen-Prozess in Bonn
Der Fall der Arzthelferin Trudel Ulmen aus Rheinbach zählt zu den bekanntesten Spätaufklärungen in der deutschen Kriminalgeschichte. Am 20. März 1996 verschwand die damals 41‑Jährige spurlos, ihr Auto blieb am Arbeitsplatz zurück. Über Jahre galt sie als vermisst, bis der Journalist Wolfgang Kaes vom Bonner General-Anzeiger mit beharrlichen Recherchen neue Aufmerksamkeit auf den Fall lenkte und entscheidende Hinweise lieferte. 2012, nach 16 Jahren, gestand schließlich ihr Ehemann, sie im Streit erstickt zu haben. Vor dem Bonner Landgericht wurde er daraufhin wegen Totschlags zu elf Jahren Haft verurteilt. Im Auftrag des Bonner General-Anzeigers habe ich in der Verhandlung Gerichtszeichnungen angefertigt.